Wer ist eigentlich Grey Eagle?
Tja, das ist die schwerste Frage, oder. Wer bin ich eigentlich. Ich möchte Euch einen kleinen Einblick geben, was mich geprägt hat, und was mir wichtig ist.
Irgendwie ist klar, dass ich sowas nicht von Anfang an in aller Ausführlichkeit hinkriege, aber mit der Zeit möchte ich doch versuchen, dass Ihr euch ein Bild von mir machen könnt. Dann könnt Ihr bestimt auch besser verstehen, wie ich denke.
Also ich bin Jahrgang 1969. Aus dem letzten Jahrtausend also...
Als ich geboren wurde, hatte ich schwarze Haare, dann wurde ich total blond, dann wieder schwarz und jetzt bin ich fast vollkommen grau - und das alles ohne färben :-)
Jetzt kennt Ihr schon mal den Grund, warum ich GREY Eagle bin.
Mit etwas über zwei Jahren bekam ich dann Asthma. Dumm gelaufen. Irgendein Arzt meinte, meine Eltern wären wohl zu "überbehütend" und so wurde ich mit 4 Jahren ein halbes Jahr zur Kur geschickt - ohne Eltern.
Leider bin ich dabei so krank geworden, dass meine Eltern kommen sollten, um Abschied zu nehmen. Die Krankenschwestern (Diakonissen) meinten, jetzt könnten sie nur noch beten.
Das haben sie mit Erfolg getan und ich bin immer noch hier.
Na ja, bis ich so 11 Jahre war, war ich mehr im Krankenhaus, als in der Schule. Deshalb bin ich auch ein bischen komisch. Ich hab nich so viel mit anderen Kindern gespielt, sondern bin mit irgenwelchen Rollstühlen über irgendwelche Krankenstationen gepest (wenn ich nicht gerade platt lag und gar nichts mehr konnte).
Bei einer künstlichen Beatmung haben sie mir dann die Stimmbänder beschädigt und mir wär fast die Luftröhre zugewachsen (Narben). Fast, wie gesagt. Seitdem bin ich eigentlich immer heiser.
Die ganze Zeit hat mich ein Arzt "begleitet", der mir öfter mal das Leben gerettet hat (und wohl auch für mich gebetet hat). Viel später habe ich mitgeschnitten, dass er mich zwar gerettet hat, sein eigenes Kind aber verloren hat...
Irgendwann ging es mir dann besser. Ich war auf dem Gumminasium und mit 16 Jahren bin ich als Austauschschüler ein Jahr nach USA gegangen. Da hab ich zum ersten Mal so bewusst erlebt, wie Leute in einer Teengruppe gebetet haben. Das war für mich der Punkt, in der Bibel zu lesen. Das, und meine Erfahrungen mit dem Gebet haben mich dazu gebracht, dass ich mit dem Gott der Bibel leben wollte. Jesus ist der Chef in meinem Leben geworden. Nicht nur das, auch mein bester Freund.
Na ja, mit einigen Turbulenzen hab ich dann Abi gemacht und Physik studiert. Irgenwann da hab ich angefangen, Lieder zu schreiben. Hab in einem Buch/Beratungladen im Hauptbahnhof (Hannover) gesessen und mit Drogenleuten und den verschiedensten Leuten zu tun gehabt.
1994 hab ich geheiratet! Nachdem ich vorher ein paar Beziehungen "versiebt" habe, habe ich Gott diesmal besser zugehört und ich bin echt dankbar für die Frau, die er mir geschenkt hat. Sie hält es immer noch mit mir aus ;-)
Gott hilft uns dabei, miteinander durch dick und dünn zu gehen. Ohne Vergebung von ihm und voneinander seh es jedenfalls düster aus. Wir sind beide nicht anz einfach, aber ich möchte keinen Tag unserer Ehe missen! Es lohnt sich so, in diese Beziehung zu investieren, die immer tiefer und intensiver wird.
Seit 1995 sind wir in Neubrandenburg. Und seit dem haben wir viel mit Kindern, Jugendlichen und Teens zu tun. Das ist eine riesen Sache für uns. Seit einigen Jahren bin ich einer der "Coaches" (Trainer) einer Jugendgruppe.
Aber nich nur das, ich bin auch Papa! Das ist eine echt begeisternde Aufgabe. Genauer gesagt, wir sind Pflegeeltern. Also unsere Familie ist ein bischen grösser als die meisten. Die vielen Omas und Opas muss man schon genau zählen, damit man sich nicht vertut :-)
Jedenfalls is es total cool mit unseren zwei Jungs. Ich staune immer, wie die so wachsen und was die schon können. Seid der kleine im Kindergarten ist und der große in der Schule, können die auch Sachen, die ich ihnen gar nicht beibringen wollte ;-) thats life.
Weil wir viel mit Leuten zu tun haben (und ein bischen mehr Interesse haben als nur "wie gehts" und "danke gut") kommen wir immer wieder auf Lebensgeschichten zu, die uns die Schuhe ausziehen.
Mit einigen konnten wir ein kleines Stück gehen. Das ist so ein Wunsch von uns, die Hand reichen, ein Stück mitgehen und einfach da sein, wenn wir gebraucht werden.
Vieleicht passen Leute so gut zu uns, die nicht passen, weil wir auch nicht passen. In die Norm.
Anyway ist Jesus für uns der wichtigste in unserem Leben. Weil bei ihm keiner hoffnungslos ist und er hilft, wo wir versagen. Ohne ihn wären wir schon Geschichte und ihm warn wir nich egal. Darum sind uns die Menschen auch so wichtig. OK?
Vieleicht ein andermal mehr. Oder fragt doch einfach nach.

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